Allgemeines und Herkunft

Der Schnittsalat (Lactuca sativa var. crispa) ist eng mit dem Pflücksalat verwandt und gehört zur Familie der “Korbblüter” und der Gattung “Lattiche”. Er stammt ursprünglich aus Italien.
Anders als Kopfsalat bildet der Schnittsalat keine „Köpfe“ sondern Blätter, die man für die Ernte nach und nach ernten oder bodennah abschneiden kann. Ähnlich wie beim Pflücksalat sind mehrere Erntegänge möglich.
Je nach Sorte können die Blätter eine hellgrüne bis dunkelrote Farbe besitzen mit einem gezackten, glatten, eichenlaubähnlichen oder gewellten Aussehen.
Schnellübersicht Schnittsalat
Standort und Nährstoffbedarf:
halbschattiger bis sonniger Standort mit mittlerem Nährstoffbedarf
Voranzucht, Aussaat und Pflanzung:
Voranzucht: März bis August
Aussaat: Ende April bis Anfang September
Pflanzung: April bis Anfang September
Ernte:
Mai bis Oktober
Mischkultur:
Gute Nachbarn: Basilikum, Buschbohnen, Dill, Karotten, Kerbel, Knoblauch, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, Spinat und Zwiebeln
Schlechte Nachbarn:Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie
Vorkultur: Buschbohnen, Erbsen (Frühsorten), Feldsalat, Gründüngung (Inkarnatklee, Luzerne, Phacelia, Buchweizen), Mairüben, Radieschen, Rettich (Frühsorten), Spinat (Frühjahrssorten) und Winterpostelein
Nachkultur: Chinakohl, Feldsalat, Gründüngung, Knoblauch, Pak Choi, Radieschen, Rettich (Herbstsorten), Spinat (Herbstsorten), Winterpostelein und Winterzwiebeln

Standort und Boden

Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Als Mittelzehrer gedeiht er am besten in nährstoffreicher Erde. Idealerweise reichert man den Boden vor der Pflanzung mit Kompost an.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Nur wenige Sorten eignen sich für eine jahreszeitunabhängige Aussaaten. Es wird zwischen Sorten für den Frühjahrs- und Sommeranbau unterschieden. Je nach Sorte sät man Schnittsalat zwischen ab Ende April bis Anfang September direkt ins Gemüsebeet aus. Ins Frühbeet können Aussaaten schon ab Februar erfolgen.
Schnittsalat ist ein Lichtkeimer, man bestreut das Saatgut daher nur schwach mit Erde und drückt diese leicht an. Der Reihenabstand beträgt 20 bis 25 Zentimeter, mit einem Pflanzabstand von drei bis fünf Zentimetern.
Man kann Schnittsalat auch vorziehen und anschließend ins Gemüsebeet setzen. Die Sämlinge pflanzt man aus, sobald sie vier bis fünf Blätter gebildet haben. Vorgezogene Salatsetzling muss man jedoch möglichst hoch pflanzen. Setzt man sie zu tief in die Erde, können sich die Köpfe nicht richtig entfalten.

Pflege

Schnittsalat ist pflegeleicht und anspruchslos. Eine regelmäßige Bewässerung ist wichtig. Außerdem sollte man den Boden unkrautfrei halten. Auf eine zusätzliche Düngung kann man bei gutem, humosem Boden verzichten.

Ernte und Lagerung

Die ersten Blätter kann man bereits von jungen Pflanzen ab April nach sechs Wochen schneiden. Je nach Aussaattermin erstreckt sich die Erntezeit bis in den Oktober hinein. Man nimmt entweder jeweils nur die äußeren Blätter, wodurch die Pflanze einen kräftigen Stängel bildet, an dessen Spitze laufend neue Blätter nachtreiben. Oder man schneidet den Salat auf eine Höhe von drei Zentimetern ab. Bleiben die Herzblätter stehen, wachsen neue Blätter nach, sodass eine mehrfache Ernte möglich ist.
Salat erntet man bei trockenem Wetter, da er bei feuchtem Wetter schneller fault. Es empfiehlt sich Salat kurz nach der Ernte zu verzehren, da er dann besonders frisch ist. Ansonsten kann man Schnittsalat im Gemüsefach im Kühlschrank für einige Tage aufbewahren, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt.

Mischkultur und Fruchtfolge

Die Beachtung von Fruchtfolge und Mischkultur ist wichtig für einen gesunden Garten. Durch Fruchtfolge bleibt der Boden fruchtbar, da verschiedene Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe nutzen und hinterlassen. Mischkultur fördert die biologische Vielfalt und schützt vor Schädlingsbefall, da sich bestimmte Pflanzen gegenseitig unterstützen.
Wichtig: Um verschiedenen Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, sollte man eine Anbaupause, von Pflanzen aus der Familie “Korbblütler”, von vier Jahren einhalten.
Gute Nachbarn für die Mischkultur sind:
BasilikumSchützt den Salat, da es Schädlinge wie Blattläuse und Schnecken fernhält.
BuschbohnenFixieren Stickstoff, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und fördern so ein gesundes Salatwachstum.
DillFördert das Wachstum des Salats und zieht Nützlinge an, die Schädlinge bekämpfen.
Karotten (Möhren)Lockern den Boden durch ihre tiefen Wurzeln, ohne mit dem flachwurzligen Salat zu konkurrieren.
KerbelFördert das Wachstum von Salat und hält Schädlinge fern.
KnoblauchWirkt abschreckend auf Schädlinge wie Blattläuse und fördert so einen gesunden Salatanbau.
KohlrabiHat einen anderen Nährstoffbedarf und ergänzt den Salat, ohne in direkte Konkurrenz zu treten.
RadieschenWachsen schnell und nutzen den Platz zwischen den Salatpflanzen optimal, ohne den Salat zu beeinträchtigen.
RettichLockert den Boden auf und konkurriert nicht um Nährstoffe, sodass der Salat optimal wachsen kann.
RingelblumenSchützen den Salat, indem sie Schädlinge fernhalten und die Bodengesundheit fördern.
SpinatWachst schnell, schützt den Boden vor Austrocknung und bietet eine gute Ergänzung zum Salat.
ZwiebelnHelfen, Schädlinge wie Blattläuse abzuwehren, und sind in der Regel unkritisch im Mischkulturverband.
Schlechte Nachbarn für die Mischkultur sind:
PetersilieVerträgt sich schlecht mit anderen Doldenblütlern (z. B. Karotten, Dill).
SellerieStarke Wurzelkonkurrenz, kann das Wachstum des Salats hemmen.
WurzelpetersilieKonkurrenz um Nährstoffe und Platz, gehört zu den Doldenblütlern.
Günstige Vor- und Nachkulturen sind:
Vorkulturen
BuschbohnenLockern den Boden auf und hinterlassen Stickstoff für den Salat. Früh geerntete Sorten machen Platz für eine Salatpflanzung.
Erbsen (Frühsorten)Verbessern die Bodenstruktur und hinterlassen Stickstoff. Frühe Sorten sind bereits im Sommer abgeerntet.
FeldsalatÜberwintert gut, lockert den Boden und ist früh abgeerntet.
Gründüngung (Inkarnatklee, Luzerne, Phacelia, Buchweizen)Verbessert Bodenstruktur und Nährstoffgehalt.
MairübenSind früh erntereif und lockern den Boden mit ihrer Wurzelstruktur.
RadieschenWachsen schnell und hinterlassen lockeren Boden. Die Ernte ist nach wenigen Wochen abgeschlossen.
Rettich (Frühsorten)Bricht verdichtete Böden auf, wächst schnell und ist früh erntereif.
Spinat (Frühjahrssorten)Schützt den Boden vor Erosion und verbessert die Bodenstruktur. Ist nach wenigen Wochen abgeerntet.
WinterposteleinFrüh reif, schützt den Boden im Winter und hinterlässt gute Bodenstruktur.
Nachkulturen
ChinakohlHerbstkultur, nutzt die Fläche effizient.
FeldsalatKann direkt nach dem Salat ausgesät werden und nutzt den freien Platz optimal.
Gründüngung(Buchweizen, Phacelia, Winterroggen, Klee) – verbessert den Boden und unterdrückt Unkraut.
KnoblauchWird im Herbst gesetzt und kann den Boden über den Winter schützen. Wirkt außerdem gegen Bodenschädlinge.
Pak ChoiSchnellwüchsige Herbstkultur.
RadieschenWachsen schnell und können direkt nach der Salaternte gesät werden.
Rettich (Herbstsorten)Späte Sorten können nach Pflücksalat gesät werden und nutzen den Platz effektiv.
Spinat (Herbstsorten)Bedeckt den Boden über den Herbst und schützt ihn vor Erosion.
WinterposteleinRobuste Nachkultur, die im Herbst/Winter wächst und den Boden schützt.
WinterzwiebelnÜberwinterungskultur nach Salat.

Krankheiten und Schädlinge

Schnittsalat ist anfällig für Schnecken und Blattläuse. Mitunter können Falscher Mehltau oder Schwarzfäule auftreten.
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