Allgemeines und Herkunft

Der Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata) gehört zur Familie der Korbblütler und der Gattung Lattiche. Er stammt wahrscheinlich vom wilden Lattich ab, welcher in weiten Teilen Südeuropas und Vorderasiens vorkommt. In Mitteleuropa wird er seit dem 8. Jahrhundert erwähnt.

Im Frühling eröffnen Kopfsalate zusammen mit Schnitt– und Pflücksalaten das Gartensalatjahr. Darauf zu achten ist, dass es spezielle Sorten für den Frühlings- und Sommeranbau gibt. Besonders hitzeverträglich sind dabei rötlich-braune Kopfsalatsorten, welche im Sommer nicht schnell schießen.

Standort und Boden

Der Kopfsalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten. Am besten gedeiht er auf durchlässigen sowie lockeren Gartenböden.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Im Gewächshaus kann man Kopfsalat von Januar bis September anbauen. Ins Freiland sät man ihn je nach Sorte von März bis Anfang August aus. Bei frühen Aussaaten ins Freiland sollte allerdings ein Gartenvlies als Schutz vor Kälte genommen werden.

Bei der Aussaat sollte ein Abstand von 25 Zentimetern zu allen Seiten eingehalten werden, bei einer Saattiefe von 0,5 bis 1 Zentimetern.

Grundsätzlich kann Salat auch stets vorgezogen werden. Vorgezogene Salatsetzlinge muss man jedoch möglichst hoch pflanzen. Setzt man sie zu tief in die Erde, können sich die Köpfe nicht richtig entfalten.

Pflege

Kopfsalat ist pflegeleicht und anspruchslos. Der Boden sollte unkrautfrei gehalten und bei trockenem Wetter sollte die Pflanze regelmäßig gegossen werden. Als Mittelzehrer reichen Kompost und Pflanzenjauche als Dünger.

Ernte und Lagerung

Nach ca. acht Wochen kann man ab Mai die ersten Köpfe ernten. Die Erntezeit erstreckt sich bis in den September hinein. Kopfsalat sollte bei trockenem Wetter geerntet werden, da er bei feuchtem Wetter schneller fault. Es empfiehlt sich Kopfsalat kurz nach der Ernte zu verzehren, da er sich nicht lagern lässt.

Mischkultur und Fruchtfolge

Als Mischkultur eignen sich Bohnen, Borretsch, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurken, Kerbel, Kohlarten, KohlrabiLauch, Möhren, Pastinaken, Pfefferminze, Radieschen, Rettich, Rote BeeteSchwarzwurzeln, Spargel, Spinat, Tomaten, Zichoriensalate, Zuckermais, sowie Zwiebeln.

Auf keinen Fall sollte Kopfsalat hingegen mit Knollensellerie, Petersilie und Stangensellerie in der Mischkultur angebaut werden.

Für die Vorkultur eignen sich vor allem Radieschen, Kohlrabi und frühe Erbsen. Für die Nachkultur sind Gurken, Kohlarten, Mangold sowie Endivien empfehlenswert.

Korbblütler sollte man nur alle vier Jahre am selben Standort anbauen, um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen.

Empfohlene Sorten

  • Attraktion: Recht hitzebeständige Sorte, welche nicht dazu neigt schnell zu schossen. Sie ist besonders für die Aussaat im Spätfrühjahr und in kühlen Sommern geeignet. Sie bildet große, feste und schwere Köpfe.
  • Brauner Trotzkopf: Sorte mit hellgrünen bis rotbraunen Blättern, welche für den Sommeranbau geeignet ist. Brauner Trotzkopf bildet große Köpfe mit zarten Blättern. Die Sorte ist spätschiessend.
  • Maikönig: Bewährte witterungsbeständige Sorte für den frühen Anbau im Frühbeet oder im Freiland. Maikönig bildet mittelgroße Köpfe mit zarten gelbgrünen Blättern, welche an den Außenblättern leicht rötlich schimmern.
  • Merveille des quatre Saisons: Sorte mit rotblättrigen Köpfen, welche für den Sommeranbau geeignet ist.
  • Roxy. Neuere Züchtung mit hellgrünen bis rotbraunen Blättern. Die Sorte ist schossfest und resistent gegen den Falschen Mehltau.
  • Viktoria: Hitzebeständige bewährte Sorte, mit großen, festen und gelbgrünen Köpfen.
  • Wunder von Stuttgart: Herbstsorte mit großen grünen Köpfen und zarten großen Blättern.

Krankheiten und Schädlinge

Kopfsalat ist anfällig für Schnecken und Blattläuse. Bei feuchtem Wetter kann des Weiteren Falscher Mehltau auftreten.

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