Allgemeines und Herkunft

Der Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) ist eng verwandt mit dem Schnittsalat und gehört zur Familie der “Korbblüter” und der Gattung “Lattiche”. Er stammt vermutlich von dem in Vorderasien beheimateten Stachel-Lattich ab. Anders als Kopfsalat bildet der Pflücksalat keine festen „Köpfe“ sondern Blätter, welche man nach Bedarf von außen nach innen ernten kann. Je nach Sorte können diese eine hellgrüne bis rotbraune Färbung aufweisen und gezackt, glattrandig, gewellt oder eichenlaubähnlich aussehen.

Standort und Boden

Pflücksalat bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Als Mittelzehrer benötigt er einen humusreichen sowie lockeren Boden, welchen man idealerweise vor der Aussaat mit Kompost anreichert. Stallmist hingegen ist ungeeignet.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Nur wenige Sorten eignen sich für jahreszeitenunabhängige Aussaaten. Es ist darauf zu achten, dass es spezielle Sorten für den Frühjahrs- und Sommeranbau gibt. Je nach Sorte sät man Pflücksalat zwischen Anfang April bis in den August hinein direkt ins Freiland. Der Pflanzabstand sollte 25 bis 30 Zentimeter zu allen Seiten betragen mit einer Saattiefe von 0,5 bis 1 Zentimeter. Ins Frühbeet können Aussaaten schon ab Februar erfolgen.

Man kann Pflücksalat auch vorziehen und anschließend ins Gemüsebeet setzen. Die Sämlinge pflanzt man aus, sobald sie vier bis fünf Blätter gebildet haben. Die Salatsetzlinge setzt man möglichst hoch, denn ansonsten können sich die Köpfe nicht richtig entfalten.

Pflege

Pflücksalat ist pflegeleicht und anspruchslos. Den Boden sollte man unkrautfrei halten und bei trockenem Wetter die Pflanze regelmäßig gießen. Auf eine extra Düngung kann man bei gutem, humosen Boden verzichten.

Ernte und Lagerung

Die ersten Blätter kann man bereits von den jungen Salatpflanzen ab Mai nach sechs Wochen abpflücken. Bei späteren Aussaaten erstreckt sich die Erntezeit bis in den Oktober hinein. Man nimmt jeweils nur die äußeren unteren Blätter vom mittleren Austrieb. Dadurch bildet die Pflanze einen kräftigen Stängel, an dessen Spitze laufend neue Blätter nachtreiben. Der Stängel kann dabei bis zu 80 Zentimeter hoch werden.

Salat erntet man bei trockenem Wetter, da er bei feuchtem Wetter schneller fault. Es empfiehlt sich Pflücksalat direkt zu verzehren, da er dann besonders frisch ist. Ansonsten hält er sich im Gemüsefach im Kühlschrank für einige Tage, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt.

Mischkultur und Fruchtfolge

Pflücksalate sind gute Lückenfüller im Gemüsebeet zwischen Möhren, Kohlrabi, Zwiebeln oder Bohnen. Als Mischkultur eignen sich des weiteren Borretsch, Dill, Erbsen, Gurken, Kerbel, Kohlarten, Radieschen sowie Rettich.

Pflücksalat kommt darüber hinaus gut infrage als Vorkultur vor einer späten Hauptkultur, wie z.B. Paprika oder Zucchini.

Auf keinen Fall sollte man Pflücksalat hingegen mit Gartenkresse, Petersilie und Sellerie in der Mischkultur anbauen.

Korbblütler sollte man nur alle vier Jahre am selben Standort anbauen, um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen.

Sortenempfehlung

  • Amerikanischer Brauner: Spätschießende Sorte mit mittelgrünen, braunroten leicht gewellten Blättern. Besonders gut geeignet für den Frühjahrs- und Herbstanbau. Man kann ihn ideal blattweise oder als ganzen Salatkopf ernten.

Krankheiten und Schädlinge

Pflücksalat gehört zu den robusteren Salatsorten, kann jedoch auch von Schnecken und Blattläuse befallen werden. Darüber hinaus kann bei feuchtem Wetter Falscher Mehltau auftreten.

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