Allgemeines und Herkunft

Die Pflanzengattung Feldsalat (Valerianella) gehört zur Unterfamilie der Baldriangewächse. Je nach Region wird Feldsalat auch als „Ackersalat”, „Vogelsalat”, „Mäuseöhrchensalat“ oder „Rapunzelsalat” bezeichnet. Die Gattung umfasst in etwa 80 Arten, wobei sich in den Gärten vor allem der Gewöhnliche Feldsalat (Valerianella locusta) durchgesetzt hat. Das Verbreitungsgebiet liegt in Eurasien, Makronesien und dem nördlichen Afrika.

Im Anbau unterscheidet man vor allem zwei verschiedene Züchtungen. Zum Einen die Herbstsorten, mit hellgrünen und zarten Blättern, zum Anderen die robusten Wintersorten. Mittlerweile werden jedoch auch Sorten für den Frühlingsanbau angeboten.

Da er mit keiner anderen Gemüseart verwandt ist, eignet er sich auch hervorragend als Gründung.

Standort und Boden

Als Schwachzehrer ist der Feldsalat eine anspruchslose Pflanze. Er bevorzugt einen kalkhaltigen und sandigen Lehmboden, gedeiht aber auch auf mäßig nährstoffreichen und trockenen Boden. Der Standort sollte sonnig sein.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Feldsalat sät man traditionell von Anfang Juli bis September direkt ins Gemüsebeet. Neue Sorten für den Frühlingsanbau werden im März ausgesät.

Drauf geachtet werden sollte, dass das Saatgut nur leicht bedeckt sowie ein wenig festgedrückt wird und die Erde bis zur Keimung feucht gehalten wird. Ein Reihenabstand von 10 bis 15 Zentimetern und ein Pflanzabstand von acht bis 10 Zentimetern wird empfohlen.

Pflege

Die Feldsalat ist eine pflegeleichte Salatpflanze. Die Pflege beschränkt sich auf Unkrautjäten und mäßiges Gießen. Als Schwachzehrer muss man ihn nicht extra düngen, wenn man ihn als Nachkultur anbaut, ansonsten genügt zur Düngung etwas Kompost. Fängt der Feldsalat an zu blühen, sollte man ihn untergraben. Bei starken Minusgraden sollte der Feldsalat mit Vlies oder Reisig abgedeckt werden.

Ernte und Lagerung

Die Haupterntezeit von Feldsalat liegt zwischen Oktober und Mai. Je nach Sorte kann man ihn sogar bei Schnee ernten. Für die Ernte wird der Feldsalat kurz über der Wurzel abgeschnitten, so dass die Blätter noch zusammen bleiben und die Rosette nicht auseinanderfällt. Um den Nitratgehalt im Feldsalat niedrig zu halten, sollte man diesen am besten an sonnigen Tagen am Nachmittag ernten.

Bei frühen Aussaaten kann man bereits nach acht bis zehn Wochen die ersten Blätter ernten. Bei späten Aussaaten muss man sich oft bis ins nächste Frühjahr gedulden, da der Feldsalat bei acht Grad seinen Wachstum einstellt. Damit die Pflanzen im Frühjahr weiter wachsen, sollte man ab Februar ein organischer Dünger in die Erde einarbeiten.

Im Kühlschrank ist er in einem feuchten Tuch eingewickelt für ein paar Tage haltbar.

Mischkultur und Fruchtfolge

Feldsalat verträgt sich in der Mischkultur gut mit Erdbeeren, Radieschen, Kohl, Porree, Winterzwiebeln sowie Zichoriensalaten.

Empfohlene Sorten

  • Dunkelgrüner Vollherziger: altbewährte, langsam wachsende, robuste Sorte mit kleinen rundlichen Blättern
  • Holländischer Breitblättriger: bewährte Sorte für den Freilandanbau. Besitzt große längliche Blätter
  • Vit: schnellwachsende Sorte für den Freiland- oder Gewächshausanbau, besitzt dunkelgrüne und ovalförmige Blätter. Robust gegen Mehltau.
  • Elan: besitzt ein längliches Blattwerk mit hohem Ertrag. Resistent gegen Falschen Mehltau

Krankheiten und Schädlinge

Feldsalat ist sehr robust. Er ist lediglich anfällig für Blattläuse und Schnecken. Des Weiteren können Mehltau und Fäulnis bei feuchten Wetter auftreten.

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