Allgemeines und Herkunft

Der Schnittsalat (Lactuca sativa var. crispa) ist eng verwandt mit dem Pflücksalat und gehört zur Familie der “Korbblüter” und der Gattung “Lattiche”. Er stammt ursprünglich aus Italien.

Anders als Kopfsalat bildet der Schnittsalat keine „Köpfe“ sondern Blätter, welche man für die Ernte nach und nach ernten oder bodennah abschneiden kann. Ähnlich wie beim Pflücksalat sind mehrere Erntegänge möglich.

Je nach Sorte können die Blätter eine hellgrüne bis dunkelrote Farbe besitzen mit einem gezackten, glatten, eichenlaubähnlichen oder gewellten Aussehen.

Standort und Boden

Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Als Mittelzehrer gedeiht er am besten in nährstoffreicher Erde. Idealerweise reichert man den Boden vor der Pflanzung mit Kompost an.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Nur wenige Sorten eignen sich für jahreszeitunabhängige Aussaaten. Es wird zwischen Sorten für den Frühjahrs- und Sommeranbau unterschieden. Je nach Sorte sät man Schnittsalat zwischen ab Ende April bis Anfang September direkt ins Gemüsebeet aus. Ins Frühbeet können Aussaaten schon ab Februar erfolgen.

Schnittsalat ist ein Lichtkeimer, man bestreut das Saatgut daher nur schwach mit Erde und drückt diese leicht an. Der Reihenabstand beträgt 20 bis 25 Zentimeter, mit einem Pflanzabstand von drei bis fünf Zentimetern.

Man kann Schnittsalat auch vorziehen und anschließend ins Gemüsebeet setzen. Die Sämlinge pflanzt man aus, sobald sie vier bis fünf Blätter gebildet haben. Vorgezogene Salatsetzling muss man jedoch möglichst hoch pflanzen. Setzt man sie zu tief in die Erde, können sich die Köpfe nicht richtig entfalten.

Pflege

Schnittsalat ist pflegeleicht und anspruchslos. Eine regelmäßige Bewässerung ist wichtig. Des Weiteren sollte der Boden unkrautfrei gehalten werden. Auf eine extra Düngung kann man bei gutem, humosem Boden verzichten.

Ernte und Lagerung

Die ersten Blätter kann man bereits von jungen Pflanzen ab April nach sechs Wochen schneiden. Je nach Aussaattermin erstreckt sich die Erntezeit bis in den Oktober hinein. Man nimmt entweder jeweils nur die äußeren Blätter, dann bildet die Pflanze einen kräftigen Stängel, an dessen Spitze laufend neue Blätter nachtreiben. Oder man schneidet den Salat auf eine Höhe von drei Zentimeter ab, bleiben die Herzblätter stehen, können neue Blätter nachwachsen und eine mehrfache Ernte ist möglich.

Salat erntet man bei trockenem Wetter, da er bei feuchtem Wetter schneller fault. Es empfiehlt sich Salat kurz nach der Ernte zu verzehren, da er dann besonders frisch ist. Ansonsten kann man Schnittsalat im Gemüsefach im Kühlschrank für einige Tage aufbewahren, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt.

Mischkultur und Fruchtfolge

Schnittsalate sind gute Lückenfüller im Gemüsebeet zwischen Möhren, Kohlrabi, Zwiebeln oder Bohnen. Sie eignen sich darüber hinaus gut als Vorkultur vor einer späten Hauptkultur, wie z.B. Paprika oder Zucchini.

Als Mischkultur eignen sich vor allem Buschbohnen, Dill, Fenchel, Kohlarten, RettichRadieschen, Rote Bete, Stangenbohnen sowie Pastinake.

Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden, baut man Korbblütler nur alle vier Jahre am selben Standort an.

Empfohlene Sorten

  • Hohlblättriger Butter: Sehr frühe Sorte, welche besonders zarte löffelförmige Blätter bildet.
  • Krauser Gelber: Spät schießende, gelb, krause Sorte, welche für den Frühjahrs- und Herbstanbau geeignet ist.

Krankheiten und Schädlinge

Schnittsalat ist anfällig für Schnecken und Blattläuse. Mitunter könnenFalscher Mehltau oder Schwarzfäule auftreten

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