Allgemeines und Herkunft
Der Eisbergsalat (Lactuca sativa var. capitata), auch Eissalat oder Krachsalat genannt, gehört zur Familie der “Korbblütler” und der Gattung “Lattiche”. Ursprünglich wurde er in den USA angebaut. Es hält sich daher das Gerücht, dass der Eisbergsalat seinen Namen hat, weil man ihn früher mangels geeigneter Kühltransporter auf Eisblöcken von Kalifornien durch die USA transportiert hat.
Typisch für den Eisbergsalat sind seine festen, eng beieinanderliegenden Blätter, die einen kugelrunden, sehr festen Kopf bilden. Er ist ein idealer Sommersalat, da er im Gegensatz zu Kopfsalat hitzetoleranter ist und nicht so schnell schießt. Die Blätter sind je nach Sorte hellgrün, rot gerändert oder rotbraun.
Schnellübersicht Eissalat
Standort und Nährstoffbedarf:
sonniger bis halbschattiger Standort mit mittlerem Nährstoffbedarf
Voranzucht, Aussaat und Pflanzung:
Voranzucht: April bis Juli
Aussaat: April bis Juli
Pflanzung: Mai bis August
Ernte: Juni bis Oktober
Mischkultur:
Gute Nachbarn: Basilikum, Buschbohnen, Dill, Karotten, Kerbel, Knoblauch, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Ringelblumen, Spinat und Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie
Vorkultur: Buschbohnen, Erbsen (Frühsorten), Feldsalat, Gründüngung (Inkarnatklee, Luzerne, Phacelia, Buchweizen), Mairüben, Radieschen, Rettich (Frühsorten), Spinat (Frühjahrssorten) und Winterpostelein
Nachkultur: Chinakohl, Feldsalat, Gründüngung, Knoblauch, Pak Choi, Radieschen, Rettich (Herbstsorten), Spinat (Herbstsorten), Winterpostelein und Winterzwiebeln
Standort und Boden
Eisbergsalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Als Mittelzehrer benötigt er einen humosen, lockeren Boden.
Anbau, Aussaat und Pflanzung
Der Eisbergsalat ist ein Sommersalat und wird je nach Sorte von April bis August angebaut. Aufgrund seiner großen Köpfe sollte man ein Pflanzabstand von 30–35 cm zu allen Seiten einhalten. Da er ein Lichtkeimer ist, sollte man das Saatgut nur dünn mit Erde bedecken.
Zieht man den Salat vor, muss man die Salatsetzlinge möglichst hoch pflanzen – setzt man sie zu tief, können sich die Köpfe nicht richtig entfalten. Vor der Pflanzung sollte man Kompost der Erde hinzufügen, damit die jungen Pflanzen von Anfang an ausreichend Nährstoffe besitzen.
Pflegearbeiten
Im Gegensatz zu Kopf- und Pflücksalaten verträgt der Eisbergsalat kurze Trockenperioden. Dennoch solte man ihn regelmäßige Bewässern, insbesondere bis zum Aufgehen der Saat und während der Kopfbildung. Zusätzlich sollte man den Boden unkrautfrei halten.
Da Eisbergsalat einen höheren Nährstoffbedarf als andere Kopfsalate hat, empfiehlt sich eine Düngung mit Brennnesseljauche.
Ernte und Lagerung
Eisbergsalat ist nach etwa 11 bis 12 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Erntezeit endet im Oktober. Sobald die Blätter und der Kopf vollständig ausgebildet sind, wird der Salat dicht über der Erdoberfläche abgeschnitten.
Die Ernte sollte möglichst bei trockenem Wetter erfolgen, da feuchte Köpfe schneller faulen. Im Kühlschrank hält sich Eisbergsalat bis zu zwei Wochen.
Mischkultur und Fruchtfolge
Die Beachtung von Fruchtfolge und Mischkultur ist wichtig für einen gesunden Garten. Durch Fruchtfolge bleibt der Boden fruchtbar, da verschiedene Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe nutzen und hinterlassen. Mischkultur fördert die biologische Vielfalt und schützt vor Schädlingsbefall, da sich bestimmte Pflanzen gegenseitig unterstützen.
Wichtig: Um verschiedenen Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, sollte man eine Anbaupause, von Pflanzen aus der Familie “Korbblütler”, von vier Jahren einhalten.
Gute Nachbarn für die Mischkultur sind:
Basilikum | Schützt den Salat, da es Schädlinge wie Blattläuse und Schnecken fernhält. |
Buschbohnen | Fixieren Stickstoff, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und fördern so ein gesundes Salatwachstum. |
Dill | Fördert das Wachstum des Salats und zieht Nützlinge an, die Schädlinge bekämpfen. |
Karotten (Möhren) | Lockern den Boden durch ihre tiefen Wurzeln, ohne mit dem flachwurzligen Salat zu konkurrieren. |
Kerbel | Fördert das Wachstum von Salat und hält Schädlinge fern. |
Knoblauch | Wirkt abschreckend auf Schädlinge wie Blattläuse und fördert so einen gesunden Salatanbau. |
Kohlrabi | Hat einen anderen Nährstoffbedarf und ergänzt den Salat, ohne in direkte Konkurrenz zu treten. |
Radieschen | Wachsen schnell und nutzen den Platz zwischen den Salatpflanzen optimal, ohne den Salat zu beeinträchtigen. |
Rettich | Lockert den Boden auf und konkurriert nicht um Nährstoffe, sodass der Salat optimal wachsen kann. |
Ringelblumen | Schützen den Salat, indem sie Schädlinge fernhalten und die Bodengesundheit fördern. |
Spinat | Wachst schnell, schützt den Boden vor Austrocknung und bietet eine gute Ergänzung zum Salat. |
Zwiebeln | Helfen, Schädlinge wie Blattläuse abzuwehren, und sind in der Regel unkritisch im Mischkulturverband. |
Schlechte Nachbarn für die Mischkultur sind:
Petersilie | Verträgt sich schlecht mit anderen Doldenblütlern (z. B. Karotten, Dill). |
Sellerie | Starke Wurzelkonkurrenz, kann das Wachstum des Salats hemmen. |
Wurzelpetersilie | Konkurrenz um Nährstoffe und Platz, gehört zu den Doldenblütlern. |
Günstige Vor- und Nachkulturen sind:
Vorkulturen | |
Buschbohnen | Lockern den Boden auf und hinterlassen Stickstoff für den Salat. Früh geerntete Sorten machen Platz für eine Salatpflanzung. |
Erbsen (Frühsorten) | Verbessern die Bodenstruktur und hinterlassen Stickstoff. Frühe Sorten sind bereits im Sommer abgeerntet. |
Feldsalat | Überwintert gut, lockert den Boden und ist früh abgeerntet. |
Gründüngung (Inkarnatklee, Luzerne, Phacelia, Buchweizen) | Verbessert Bodenstruktur und Nährstoffgehalt. |
Mairüben | Sind früh erntereif und lockern den Boden mit ihrer Wurzelstruktur. |
Radieschen | Wachsen schnell und hinterlassen lockeren Boden. Die Ernte ist nach wenigen Wochen abgeschlossen. |
Rettich (Frühsorten) | Bricht verdichtete Böden auf, wächst schnell und ist früh erntereif. |
Spinat (Frühjahrssorten) | Schützt den Boden vor Erosion und verbessert die Bodenstruktur. Ist nach wenigen Wochen abgeerntet. |
Winterpostelein | Früh reif, schützt den Boden im Winter und hinterlässt gute Bodenstruktur. |
Nachkulturen | |
Chinakohl | Herbstkultur, nutzt die Fläche effizient. |
Feldsalat | Kann direkt nach dem Salat ausgesät werden und nutzt den freien Platz optimal. |
Gründüngung | (Buchweizen, Phacelia, Winterroggen, Klee) – verbessert den Boden und unterdrückt Unkraut. |
Knoblauch | Wird im Herbst gesetzt und kann den Boden über den Winter schützen. Wirkt außerdem gegen Bodenschädlinge. |
Pak Choi | Schnellwüchsige Herbstkultur. |
Radieschen | Wachsen schnell und können direkt nach der Salaternte gesät werden. |
Rettich (Herbstsorten) | Späte Sorten können nach Pflücksalat gesät werden und nutzen den Platz effektiv. |
Spinat (Herbstsorten) | Bedeckt den Boden über den Herbst und schützt ihn vor Erosion. |
Winterpostelein | Robuste Nachkultur, die im Herbst/Winter wächst und den Boden schützt. |
Winterzwiebeln | Überwinterungskultur nach Salat. |
Krankheiten und Schädlinge
Eisbergsalat ist anfällig für Schnecken und Blattläuse. Gelegentlich kann Falscher Mehltau auftreten.
Abgesehen von unseren Auflistungen, fallen dir noch weitere wichtige Informationen zum Thema Eisbergsalat ein? Falls ja, würden wir uns über einen Kommentar von dir freuen.
Weiterlesen:
Wir stecken viel Liebe und Zeit in unser Projekt und möchten allen Garteninteressierten und Tierhaltern kostenlose Informationen und Downloads anbieten. Wir würden uns jedoch sehr über eine kleine Spende für die Finanzierung unserer Seite freuen.
Spenden über Paypal: