Allgemeines

Zuckererbsen (Pisum sativum L. convar. axiphium Alef.) auch Kaiserschoten, Kefe oder Kiefelerbsen genannt, gehören zur Familie der “Hülsenfrüchtler” und zur Gattung “Erbse”. Erbsen stammen ursprünglich aus Asien und sind eine der ältesten Kulturpflanzen. Über das östliche Mittelmeer haben sie sich nach Europa ausgebreitet. Bis zum 16. oder 17. Jahrhundert wurden Erbsen als Trockengemüse verwendet, erst danach wurden Sorten wie die Zuckererbsen gezüchtet, welche auch unreif und roh gegessen wurden.

Zuckererbsen können im Gegensatz zu Pal- oder Schalerbsen und Makererbsen mitsamt der Erbsenhülse gegessen werden. Sie sind auf Grund ihres hohen Zuckergehaltes sehr süß und müssen jung geerntet werden.

Standort und Boden

Zuckererbsen bevorzugen einen sonnigen Standort. Sie wachsen auch gut im Halbschatten, sollten dann aber nur mäßig gegossen werden, da sie Staunässe nicht gut vertragen.

Ideal sind feinkrümlige, tiefgründige und humose Böden.

Aussaat und Pflanzung

Je nach Sorte können Zuckererbsen schon Anfang April ausgesät werden. Dafür werden fünf Zentimeter tiefe Saatrillen gezogen und alle drei bis fünf Zentimeter ein Erbsenkorn gelegt. Anschließend sollte die Erde angedrückt werden. Um die Körner vor Vögeln zu schützen, kann ein Vlies oder Gartennetz ausgelegt werden.

Der Reihenabstand sollte 40 Zentimeter oder in Doppelreihen 20 Zentimeter betragen.

Pflege

Erbsen benötigen zum Ranken eine Kletterhilfe, hierfür bieten sich dünne Äste oder Maschendraht an. Sobald die Pflanzen 10 Zentimeter hoch sind, werden sie mit Erde angehäuft, damit sich zusätzliche Wurzeln bilden und die Standfestigkeit erhöht wird. Der Boden sollte regelmäßig gelockert werden, um Unkräuter zu entfernen.

Zuckererbsen benötigen bis zur Blüte nur wenig Wasser, erst danach muss verstärkt auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden.

Zuckererbsen sind Schwachzehrer und benötigen keinen gesonderten Dünger.

Ernte und Verwendung

Je nach Sorte können die ersten Erbsenschoten schon nach 60 – 75 Tagen geerntet werden, sobald sich die ersten zarten Schoten bilden. Möchte man sie roh verzehren, sollten die Schoten möglichst jung geerntet werden, da sie dann süßer und saftiger sind.

Tipp: Nach der Ernte die Wurzeln der Zuckererbsen im Boden lassen, da sie diesem Stickstoff zuführen.

Zuckererbsenschoten sind bis zu zwei Tagen im Kühlschrank haltbar.

Mischkultur und Fruchtfolge

Geeignete Pflanzen für die Mischkultur sind Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Mais, Möhren, Radieschen und Zucchini. Zuckererbsen sollten hingegen nicht mit Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Tomaten und Zwiebeln in der Mischkultur gepflanzt werden.

Eine Anbaupause von 6 Jahren wird empfohlen, da Erbsen mit sich selbst sehr unverträglich sind.

Empfohlene Sorten

  • Ambrosia: Mittelfrühe deutsche Traditionssorte mit einer Wuchshöhe von ca. 70 Zentimetern. Mittelgrüne Hülsen mit gutem Ertrag.
  • Oregon Sugar Pod: Mittelfrühe Sorte mit großen dünkelgrünen Hülsen. Ideal zum Einfrieren.
  • Sugar Bon: Frühe ertragreiche Sorte mit dickfleischigen Hülsen
  • Zuccola: Mehltauresistente ertragreiche Sorte

Krankheiten und Schädlinge

Zuckererbsen sind anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Hierzu zählen bei den Krankheiten insbesondere der Echte Mehltau, Falscher Mehltau, die Brennfleckenkrankheit und Erbsenrost.

Als tierische Schädlinge können die Erbsen-Minierfliege, der Erbsenwickler, die Erbsenblattlaus und der Erbsenkäfer auftreten.

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