Allgemeines und Herkunft

Die Rote Bete (Beta vulgaris var. vulgarisauch Rote Rübe oder Rande genannt, gehört zur Familie der “Fuchsschwanzgewächse” und zur Gattung “Rüben”. Sie ist eine enge Verwandte der Zuckerrübe und des Mangolds und stammt wie diese von der Wilden Rübe ab, welche in Nordafrika und Südeuropa weit verbreitet ist. Infolge der Ausbreitung des Römischen Reiches, gelangte sie mit den Römern nach Mitteleuropa.

Während traditionelle Sorten die typische rote Farbe besitzen, reicht das Farbspektrum von neueren Züchtungen von Orange über Gelb bis hin zu Weiß oder Rot-Weiß-geringelt.

Standort und Boden

Die Rote Bete bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Als Mittelzehrer benötigen sie einen tiefgründigen und schweren Boden. Im Idealfall reichert man das Gemüsebeet vor der Aussaat mit Kompost an. Frischer Stallmist ist hingegen ungeeignet.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Ab Mitte April kann man die Rote Bete ins Freiland aussäen. Ein früherer Zeitpunkt ist nicht empfehlenswert, da sie bei Frost zum Schossen neigt. Sollte es nach der Aussaat doch noch einmal zu Frost kommen, schützt man die Rote Bete mit einem Vlies oder Folie. Da es sich bei der Roten Bete um ein Lagergemüse handelt, empfiehlt sich der Hauptanbau im Juni oder Juli. Neben der Direktaussaat kann man die Rote Bete auch vorziehen und anschließend ins Gemüsebeet pflanzen.

Bei der Aussaat oder Pflanzung sollte man einen Pflanzabstand von 10 Zentimetern und ein Reihenabstand von 25 Zentimetern, bei einer Saattiefe von 2 bis 3 Zentimetern, einhalten. Nach der Aussaat bzw. Pflanzung sollte man gründlich anwässern.

Pflege

In der Pflege ist die Rote Bete recht anspruchslos. Regelmäßiges hacken, Unkraut jäten und konstantes wässern sind ausreichend. Um das Unkrautwachstum einzudämmen ist eine Mulchschicht aus Rasenschnitt geeignet. Eine gelegentliche Zugabe von Kompost oder Pflanzenjauche ist für das Wachstum von Vorteil.

Ernte und Lagerung

Die Erntezeit beginnt in der Regel ab Juli und reicht bis zum Eintreten der Fröste im Oktober. Rote Bete hält sich sehr gut auf dem Beet und sollte daher bei Bedarf frisch geerntet werden. Erst bei drohenden Frösten sollte man alle Knollen vom Beet holen. Für die Ernte werden sie vorsichtig aus den Boden gezogen. Anschließend dreht man und schneidet nicht die Blätter ab, um so das Ausbluten der Rübe zu verhindern.

Möchte man die Rote Bete über den Winter lagern, kann man sie im feuchten Sand im Keller einschlagen.

Mischkultur und Fruchtfolge

Als Mischkultur eignen sich Buschbohnen, Dill, Gurken, Knoblauch, Kohlarten, Kohlrabi, Koriander, Kümmel, Pflücksalat, Zucchini und Zwiebeln. Auf keinen Fall sollte man Rote Bete hingegen mit Kartoffeln, Lauch, Mais, Mangold und Spinat in der Mischkultur anbauen.

Für die Vorkultur eignen sich vor allem Radieschen, Kohlrabi sowie Salat. Als Nachkultur und zur Gründung bietet sich noch eine Einsaat von Senf an.

Um verschiedenen Krankheiten vorzubeugen, sollte eine Anbaupause von Pflanzen aus der Familie “Gänsefußgewächse” von vier Jahren eingehalten werden.

Empfohlene Sorten

  • Ägyptische Plattrunde: Altbewährte, raschwüchsige Sorte mit einer plattrunden roten Rübe.
  • Forono: Besonders ertragreiche Sorte mit einer halblangen, intensiv gefärbten, länglichen, roten Rübe ohne weiße Ringe. Für die Sommer- und Herbsternte geeignet.
  • Rote Kugel: kugelförmige Sorte mit sehr zartem Fleisch.

Krankheiten und Schädlinge

Die Rote Bete ist sehr robust und wird wenig von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Mitunter können jedoch die Blattfleckenkrankheit oder Echter Mehltau sowie Blattläuse oder die Rübenfliege auftreten.

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