Allgemeines und Herkunft

Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonoides) gehört zur Familie der “Mittagsblumengewächse” bzw. “Eiskrautgewächse” und zur Gattung “Tetragonia”. Neuseeländer Spinat stammt wie sein Name vermuten lässt, aus der Region Neuseeland, Australien sowie Tasmanien. Von dort brachte die Pflanze der britische Naturforscher und Botaniker Joseph Banks Ende des 18. Jahrhunderts von einer Entdeckungsreise mit in seine Heimat. In den kommenden Jahrzehnten verbreitete sie sich allmählich in Europa und wurde vor allem als Spinatersatz im Sommer angebaut. Mit der Einführung des Tiefkühlspinates hat der Anbau vom Neuseeländer Spinat jedoch stark abgenommen.

Trotz seines Namens ist der Neuseeländer Spinat nicht mit dem Spinat verwandt. Seine Blätter weisen jedoch einen sehr ähnlichen Geschmack auf und können in der Küche auf dieselbe Art zubereitet werden.

Standort und Boden

Neuseeländer Spinat bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort. Als Mittelzehrer benötigt er einen humusreichen, lockeren und nährstoffreichen Boden mit einem guten Wasserhaltevermögen. Sehr ungünstig sind hingegen extrem kalte und nasse Standorte. Idealerweise reichert man den Boden vor der Pflanzung mit Kompost an.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Neuseeländer Spinat wird zwischen Mitte April bis Ende Mai ausgesät. Der Reihenabstand sollte 80 Zentimeter betragen und zwischen den einzelnen Pflanzen 30 – 60 Zentimeter, je nach Sorte. Die Saattiefe sollte ein bis zwei Zentimeter betragen.

In kühleren Lagen bietet es sich an den Neuseeländer Spinat ab April vorzuziehen und erst nach den Eisheiligen ins Freiland zu pflanzen.

Pflege

Neuseeländer Spinat gilt als recht anspruchslose Salatpflanze. Im Sommer ist regelmäßiges Gießen notwendig, jedoch sollte Staunässe vermieden werden. Des Weiteren sollte der Boden regelmäßig gehackt und von Unkraut befreit werden. Als Mittelzehrer reichen Kompost und Pflanzenjauche als Dünger.

Darüber hinaus empfiehlt es sich die Jungpflanzen zu entspitzen, da dies die Seitentriebbildung fördert.

Ernte und Lagerung

Die Ernte beginnt ab Juli und reicht bis in den Oktober hinein. Man erntet das Blattgemüse, regelmäßig alle zwei Wochen, indem man die jungen Triebsitzen mit einigen Blättern abschneidet. Dies regt das Wachstum der Seitentriebe an. Damit die Pflanze immer weiter austreibt muss darauf geachtet werden, weder zu tief zu schneiden noch sie kahl zu pflücken.

Die frischen Blätter sollten zügig nach der Ernte verarbeitet werden. Sie werden sehr schnell schlapp. Für eine Lagerung empfiehlt es sich die Blätter einzufrieren. Auf diese Weise sind sie etwa ein halbes Jahr haltbar. Neuseeländer Spinat kann man für alle gängigen Spinat-Rezepte verwenden.

Mischkultur und Fruchtfolge

Geeignete Pflanzen für die Mischkultur sind Kohlrabi, Radieschen, Rettich sowie Tomaten.

Obwohl bisher kaum Krankheiten und Schädlinge bekannt sind, welche den Neuseeländer Spinat befallen können, sollte man denselben Anbauplatz nur alle drei Jahre nutzen.

Empfohlene Sorten

  • Carla’s Bester: Sorte mit hellgrünen fleischigen Blättern mit kleinen weißen Blüten. Auch bei Sommerhitze neigt sie nicht zum Schossen.

Krankheiten und Schädlinge

Der Neuseeländer Spinat hat hierzulande bisher noch kaum mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen.

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